Für den Frieden in Ehrenfeld

Nachbarschaftsfest am Helmholtzplatz

Das gemeinsame Fest der sozialen Einrichtungen am Helmholtzplatz konnte nicht, wie eigentlich geplant, auf dem Kirchplatz stattfinden. Gut, dass bei dem ungewöhnlich nassen Wetter in die Räumlichkeiten der OT Nonni ausgewichen werden konnte. 

Wie schon im Vorjahr hatten OT Nonni und Jugendmigrationsdienst der KJA Köln gemeinsam mit dem Raphaelshaus und der Notaufnahme für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge vom SKF eingeladen. Auch die Movie Crew Cologne, als Kooperationspartner der OT Nonni,  war unter den Gastgebern.

 

Zum Auftakt  feierte Stadtjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp mit den Gästen einen „interaktiven Wortgottesdienst“. Die Predigt wurde von Yaghoob Ebrahimi simultan für die muslimischen Flüchtlinge aus Afghanistan, Irak und Syrien übersetzt. 

Symbolisch entstand eine Sonne, deren Strahlen den einen Gott in seinen vielfältigen Aspekten darstellten. Zum Schluss zeichneten alle eine Friedenstaube aus den Umrissen ihrer Hände und schrieben auf diese, was sie sich als ihren Beitrag zum Frieden in der Welt vorstellten.

 

Peter Scholz und Peter  Duxa begrüßten die Gäste, insbesondere auch Bezirksbürgermeister Josef Wirges, der eine kleine Ansprache hielt auch zum Thema Flüchtlinge und dem aufkeimenden Rechtsextremismus, dem sich entgegenzustellen sei.

Anschließend gab es eine Gesangsvorführung des interkulturellen Friedenschors, der einmal wöchentlich im JMD probt,  während im Hof der OT Grill und Fritteuse angeheizt wurden.  Kulinarisch wurde einiges geboten: Ein Riesentopf Friedenssuppe, gespendete Kuchen, pikante und süßes Crêpes uvm. Da noch Ramadan war, gab es für die Muslime unter den Gästen Lunchpakete zum  Verzehr nach Sonnenuntergang.

 

Die „hauseigene“ Rockband der OT Nonni – so genannt, weil sie sich noch keinen eigenen Namen gegeben hat – spielte auf und hatte sogar eine Zugabe drauf.  Obwohl sie erst seit April im Nonni probt, fanden ihre Stücke großen Anklang.

Im Obergeschoss der OT gab es eine Bilderausstellung zweier aus Gambia und Afghanistan geflüchteter Künstler, Amar Kole und Nemat Lachini. Die beiden leiten seit einem halben Jahr beim JMD Köln nebenan einen von Geflüchteten besuchten Malkurs.

Im Saal konnten sich Kinder phantasievoll schminken lassen oder auch selber malen.

 

Zum Schluss des Festes trat noch eine Teenie – Tanzgruppe der Swing-Tanzschule „hopspot“, die fetzigen hiphop tanzte.

So konnte der ständige Regen uns das gelungene Fest nicht vermiesen. Dennoch hoffen wir auf besseres Wetter im kommenden Jahr.

 

Die OT Nonni ist eine Einrichtung unseres Fachbereichs Offene Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendmigrationsdienst eine Einrichtung unseres Fachbereichs Jugendsozialarbeit.

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